headerbild

Blog

Quantenphysik und die Grenzen des Verstands (02.03.2020)

 

Wie viele Elektronen gibt es im Universum? In einem Bergkristall von 3cm Länge befinden sich ungefähr 1024 Elektronen, das ist die unvorstellbare Anzahl von einer Billion Billionen. Wieviele Elektronen es im ganzen Universum gibt ist für uns nicht faßbar; es ist einfach nur eine Zehnerpotenz, die sich unserem Verständnis entzieht.

 

 

 

Der vielbewunderte englische Physiker John Wheeler war allerdings der Meinung, daß es im Grunde nur ein einziges Elektron gibt, das sich vorwärts und rückwärts durch die Zeit bewegt und auf diese Weise unvorstellbar komplexe Muster mit sich selbst erzeugt, die wir als Realität wahrnehmen.

Quantenphysikalische Vorgänge bereiten dem logischen Denken Probleme, weil Zeitphänomene auftreten und die Wirkung manchmal vor der Ursache liegen kann. Ein weiteres Verständnisproblem haben wir damit, daß Materie auf subatomarer Ebene nicht mehr wirklich greifbar ist und mit den Begriffen Energie und Schwingung gleichgesetzt werden kann. Dazu kommt noch, daß diese Energie (was immer Energie auch sein mag) auf den Beobachter reagiert. Vom materiellem Universum bleibt also bei genauer Betrachtung nichts weiter übrig als unser Geist, der Energie aussendet. In esoterischen Schriften liest man ja oft "Die Energie folgt der Aufmerksamkeit". Richtiger müßte es heißen: " Unsere Aufmerksamkeit ist Energie." Und formt damit die Materie. Folgt man dieser Argumentation, dann ist Realität letztlich nichts anderes als ein Konstrukt unseres Glaubens. Die Naturgesetze wären dann nicht unabänderlich, sondern könnten unter bestimmten Umständen abgeändert oder sogar aufgehoben werden. Sogenannte Wunder wären möglich. Und genau das geschieht auch ständig. Mysterykanäle wie z.B. der Mythen Metzger auf Youtube sind voll von gut belegten Vorfällen, die nach klassichem Verständnis eigentlich nie und nimmer passieren dürften. Und wer jetzt einwendet daß das alles nur Lug und Trug ist um andere Menschen zu täuschen, muß sich allerdings insgeheim die unerklärlichen Synchronizitäten eingestehen, die in seinem eigenen Leben passiert sind. Und solche rätselhaften Vorfälle geschehen hin und wieder jedem von uns.

 

Niels Bohr sagte "Wer nicht über die Quantentheorie entsetzt ist, kann sie unmöglich verstanden haben." Er vertrat sogar öffentlich die Meinung, daß der Mond nicht da ist, wenn niemand hinsieht. Was allerdings nicht wörtlich, sondern als Analogie zur Quantenphysik zu verstehen ist. Als ein Kollege ihn einmal fragte, ob er als Physiker tatsächlich an die glücksbringende Wirkung des Hufeisens über seiner Haustür glaube, entgegnete er listig: " Selbstverständlich nicht. Aber es soll auch dann helfen, wenn man nicht daran glaubt!"

Und seinen Studenten pflegte er zu sagen "Ihre Theorie ist verrückt, aber nicht verrückt genug, um wahr zu sein."

 

Aber zurück zu den interessanten persönlichen Schlußfolgerungen, die sich aus den Beobachtungen der Quantenphysik ergeben. Da alles eins ist, gibt es im Universum (und darüber hinaus) nichts, was von mir getrennt ist. Genau das sagen uns auch alle alten Schriften: "Alles ist eins. Alles, was du wahrnimmst, ist Illusion."

Wer hat das alles erschaffen? Natürlich mein Bewußtsein, denn weiter ist da niemand. Alles Bewußtsein ist ja ebenfalls eins, und die Trennung vom Schöpfer und anderen Bewußtseinsformen gehört zur Illusion. Zu welchem Zweck wurde die Illusion erschaffen? Fragen, die sich nicht beantworten lassen, sind im allgemeinen falsch gestellt. Der einzige Zweck des Ganzen scheint im Erfahren der Illusion zu liegen. Dieses Erfahren löst in uns Gefühle aus, und diese Gefühle scheinen die unterschwellig liegende und damit einzige Realität zu sein, auf die es ankommt. Gefühle sind die Sprache, mit der wir mit der (illusionären) Energie dort draußen wechselwirken. Der Versuch, die persönlich erlebte Realität nach eigenem Willen kontrolliert zu erschaffen ist denn auch das einzig Relevante (und Interessante!) in der Spiritualität. Ob bewußt oder unbewußt, wir arbeiten alle daran, unsere Realität gezielt zu gestalten, und zwar dahin gehend, daß sie sich möglichst angenehm anfühlt. Die Methoden dazu reichen von ausgefeilten Meditationstechniken bis hin zu so lächerlich hilflosen Versuchen, sich ein Hufeisen über die Wohnungstür zu hängen. Hauptsache, es funktioniert!