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Phantomquarze (07.06.2020)

 

Was bedeutet es, wenn beschrieben wird, daß ein Kristall "Phantome" hat? Was sind Phantomquarze, und welche speziellen Eigenschaften haben diese?

 

Phantome sind frühere Wachstumsphasen eines Kristalls, die im Inneren noch schemenhaft zu erkennen sind. Bergkristalle wachsen unter natürlichen Umständen nur sehr langsam, oftmals über unvorstellbar lange Zeiträume hinweg. Größere Kristalle können durchaus mehrere Hunderttausend Jahre benötigen, um ihr Wachstum abzuschließen (das macht sie so selten und wertvoll). Das Wachstum endet erst dann, wenn nicht mehr genügend Kieselsäure in dem Hohlraum vorhanden ist, in dem sich der Kristall befindet.

In manchen, seltener auftretenden Fällen tritt nach einer Wachstumspause wieder Kieselsäure ein, und der Kristall kann dann weiterwachsen. Wenn sich dann bereits ein Überzug aus anderen Mineralien, wie Staub, Sedimente oder ein Bewuchs über den Kristall gelegt hatte und er dann schließlich weiterwächst, dann ist diese "jüngere", frühere Version seiner selbst später noch im Inneren zu erkennen. Dabei kann dieses innere Phantom eine völlig andere Wuchsform und eine anders geformte Kristallspitze aufweisen.

Dieser Wachstums- und Entwicklungsprozess ist symbolisch als Analogie zu betrachten, wenn man die spirituellen Attribute solcher Kristalle verstehen möchte. So, wie der Kristall im Verlaufe seiner Entwicklung stagnierte, Phasen des Stillstands durchlief und dann weiterwuchs, sich zu einer größeren, interessanteren und schöneren Version seiner selbst entwickelte, so hilft ein Phantomquarz seinem menschlichem Begleiter, vermeintliche Grenzen zu überwinden, sich weiterzuentwickeln wo bis dahin Stillstand herrschte und geistige wie auch physische Grenzen zu sprengen. Die bisherigen Möglichkeiten können sich oft überraschend erweitern, und es wird dabei geholfen, einen Prozeß der persönlichen Weiterentwicklung und Reifwerdung einzuleiten.

Das ist der wahre Wert von Phantomkristallen: dort weiterzugehen, wo bisher scheinbar eine Grenze erreicht war. Denn das Leben ist ein sich selbst rückkoppelnder Entwicklungsprozeß, der niemals wirklich endet, auch wenn es manchmal so scheint.