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Mineralien-Wanderungen (25.05.2021)

 

Im Gebirge ist es sehr verlockend, loszuziehen und selbst nach Kristallen und Mineralien zu suchen. Das ist in der Praxis allerdings nicht ganz so einfach wie gedacht.

 

Die Rheinquelle in den Schweizer Alpen

 

Zunächst braucht es viel Erfahrung und Gespür für den richtigen Ort, um überhaupt etwas zu finden, das es lohnt mitzunehmen. Wird man dann tatsächlich fündig, offenbart sich ein weiteres Problem. Wieviel kann ich denn überhaupt tragen? Bergwandern ist sehr anstrengend. Selbst wenn man jung, gesund und einigermaßen sportlich ist, stellt sich die Frage, wieviele Kilogramm man sich zusätzlich aufbürden kann. Sind das 10, 15 oder gar 25kg? Nicht sehr realistisch, denn für gewöhnlich steht ein stundenlanger Rückmarsch bevor. Vorstellungen kollidieren mit der Realität, und den weitaus größten Teil der schönen Steine muß ich wohl oder übel liegenlassen. Manche legt man auch auf halber Strecke wieder ab, weil sie einfach mit jedem Schritt schwerer werden.

 

Das typische Dilemma: 300g Bergkristalle auf 6kg Gesteinsmatrix. Mitnehmen oder nicht?

 

Viele edle Steine sind im natürlichen Zustand auch sehr unscheinbar, meist von Krusten und Sediment überzogen. Sie erstrahlen erst, wenn sie gereinigt und vielleicht auch poliert wurden. Neben Gebirgspfaden, zwischen all den anderen Kieseln, werden sie meist übersehen.

Und hat man dann Kristalle gefunden, beginnt das große Rätseln. Was genau ist das nun eigentlich? Selbst Mineralogen haben oft große Probleme mit der Zuordnung.

 

Ein Adular-Kristall, wie man ihn in einigen Gebieten der Schweiz recht häufig findet

 

Am Ende ist es dann eben "ein schöner Stein, den ich damals in den Bergen gefunden habe".

 

Graubünden